es ist Montag, die Woche beginnt, alles neu. Warum also nicht mal etwas Verrücktes tun? Und was könnte in diesen Zeiten verrückter sein, als zu schauen, was Friedrich Merz vielleicht gar nicht so schlecht macht? Ein vorsichtiges Lob des Bundeskanzlers.
Friedrich Merz fliegt heute für fünf Tage nach Asien: Singapur, Japan und Südkorea. Er gewinnt damit Abstand von Deutschland und seinen Menschen, die sich inzwischen fast alle ein Urteil über ihn gebildet haben. Meist ist es negativ, das zeigen alle Umfragen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass auch Sie, liebe Leserin, lieber Leser, den Bundeskanzler nicht so toll finden.
Dafür gibt es viele Gründe, Merz wird oft zu Recht kritisiert. Ich begleite seine Amtszeit, seit er im zweiten Wahlgang zum Bundeskanzler gewählt wurde, also seit dem verhunzten Beginn. Meine Kritik an ihm ist wohldokumentiert, es ist mein Job, genau hinzuschauen. Mich befällt in den vergangenen Monaten mitunter trotzdem ein ungutes Gefühl, wenn ich die Absolutheit und Unversöhnlichkeit sehe, mit der Merz angegangen wird, auch von seiner eigenen Partei.
Kaynak: T-Online